Gemeinschaftspraxis Priv. Doz. Dr. Arne Willruth - Dr. Helmut Borgers

Pränatale Diagnostik, Degum Stufe III und II

Mutterkuchenpunktion (Chorionzottenbiopsie)

Bei diesem Verfahren werden mit einer sehr dünnen Nadel durch die Bauchdecke der Mutter kindliche Zellen aus dem Mutterkuchen gewonnen. Die Zellen der Chorionzotten enthalten das Erbgut (Chromosomen) ihres ungeborenen Kindes, so dass eine Untersuchung des gesamten Chromosomensatzes möglich wird. Üblicherweise wird die Mutterkuchenpunktion zwischen 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Die Bearbeitungszeit des beauftragten Labors beträgt durchschnittlich 2 Wochen. In Einzelfällen kann mittels „Schnelltest“ (Direktpräparation) innerhalb von 24h bereits eine erste Aussage zu ausgewählten Chromosomenstörungen erfolgen.

Eine Mutterkuchenpunktion kann bei Auffälligkeiten ihres Kindes im Ultraschallbild, bei auffällig hohem Risiko im Ersttrimester-Screening, bei bekannten familiären Erbkrankheiten oder Stoffwechselstörungen durchgeführt werden.

Da sämtliche invasive Maßnahmen mit einem Fehlgeburtsrisiko (ca. 0,3-0,5%) behaftet sind, erfolgt die Mutterkuchenpunktion erst nach einem ausführlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch.